Geiken: Arbeitgeber mssen besseres Angebot an den Verhandlungstisch mitbringen

Hhepunkt der ganztgigen Warnstreiks: Airbus, Premium Aerotec und Werften stehen still

(02.02.2018) Die IG Metall Kste hat die ganztgigen Warnstreiks am Freitag auf alle fnf norddeutschen Bundeslnder ausgeweitet. In 14 Betrieben mit insgesamt 30.000 Beschftigten in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein stand die Produktion fr bis zu 24 Stunden.

(Foto: Norbert Fellechner)

Schwerpunkt war die Luftfahrtindustrie mit Airbus in Bremen, Hamburg und Stade sowie Premium Aerotec in Bremen, Nordenham und Varel. Auerdem waren die Werften tkMS in Kiel, Neptun in Rostock und Meyer in Papenburg betroffen. Auch bei Maschinenbauern wie Gabler in Lbeck, Caterpillar in Rostock und Kramer in Bremerhaven ging den ganzen Tag ber nichts.

Auerdem gab es kurzzeitige Warnstreiks in der Wesermarsch bei ATB Nordenham, NKT Nordenham, Nordenhamer Zinkhtte und LEONI in Brake. Auch in der Region Kiel-Neumnster beteiligten sich mit Stryker und Raytheon zwei Unter-nehmen an mehrstndigen Arbeitsniederlegungen.

Bezirk Kste  (Tarifrunde 2018)

Die Bilanz nach drei Tagen ist sensationell. Insgesamt haben sich im Bezirk Kste 46.000 Kolleginnen und Kollegen aus 30 Betrieben an den ganztgigen Warnstreiks beteiligt. Allein am Freitag waren es 26.000 Beschftigte, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Kste. Das Signal an die Arbeitgeber ist klar: Wenn sie am Montag in Stuttgart an den Verhandlungstisch zurckkehren, mssen sie ein deutlich besseres Angebot mitbringen. Von Nordmetall erwarten wir auer-dem Bewegung bei den regionalen Themen wie der Angleichung der Schichtzuschlge und der Bezahlung von Umkleidezeiten.

Die Zweite Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, sagte auf einer Kundgebung bei Airbus in Bremen: Die Arbeitgeber mssen ihr Angebot deutlich nach-bessern beim Geld, beim Anspruch auf eine befristete Reduzierung der Arbeitszeit und beim Zuschuss fr Kindererziehung, Pflege oder Schichtarbeit. Nur dann ist eine Rckkehr an den Verhandlungstisch mglich.

Neben sechs Prozent mehr Geld fr zwlf Monate fordert die IG Metall einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der wchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden und einen Zuschuss fr die Beschftigten, die ihre Arbeitszeit verringern und Kinder betreuen, Familienangehrige pflegen oder im Schichtdienst arbeiten.

Die IG Metall Kste verhandelt fr 140.000 Beschftigte der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein.



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