Entgelte steigen in zwei Stufen um 11,1 und 4,4 Prozent

IG Metall und Landesinnungen schlieen neuen Tarifvertrag fr das ostdeutsche Tischlerhandwerk ab

(04.01.2018) Die IG Metall und die Tarifgemeinschaft fr das ostdeutsche Tischlerhandwerk haben mit Beginn des Jahres einen neuen Tarifvertrag in den Lndern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thringen in Kraft gesetzt. Demnach steigen die Eckeinkommen fr Facharbeiter ab dem 1. Januar 2018 um 11,1 Prozent von 1958 Euro auf 2175 Euro und ab dem 1. Januar 2019 um 4,4 Prozent auf 2262 Euro. Von den neuen Tarifen profitieren bis zu 32.000 Beschftigte, wenn sie in einem Innungsbetrieb arbeiten. Die Vergtungen der Auszubildenden steigen im gleichen Verhltnis.

Beide Seiten betonten die konstruktiven Verhandlungen kurz vor Weihnachten in Potsdam. Es bestand der beiderseitige Wille, den Anschluss an die blichen Tarifeinkommen herzustellen und fr die Fachkrfte und den Nachwuchs attraktiv und konkurrenzfhig zu bleiben.
Zum Tarifergebnis sagte Bodo Grzonka, Tarifsekretr und Verhandlungsfhrer der IG Metall: "Der Tischlerberuf ist mit diesen Einkommen wieder attraktiv und zukunftsfhig. Wir freuen uns, zusammen mit den Arbeitgebern fr ganz Ostdeutschland ein faires Tarifentgelt ausgehandelt zu haben. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen, dass im Handwerk Niedriglhne keine Zukunft mehr haben."
Arbeitgeber und IG Metall erwarten, dass mit dem neuen Tarifvertrag die Attraktivitt des Tischlerhandwerks fr junge Menschen zunimmt. So erhalten die Auszubildenden knftig bis zu 116 Euro mehr Vergtung im Monat.
Hans Hfler, Vorsitzender der Tarifgemeinschaft Neue Bundeslnder und Verhandlungsfhrer, sagte: "Wir wollen mit diesem Ergebnis den deutlich gestiegenen Anforderungen an den Beruf des Tischlers/Schreiners gerecht werden und ganz bewusst einen groen Schritt in Richtung Angleichung der Tariflhne zwischen dem Tarifgebiet Ostdeutschland und den westdeutschen Tarifgebieten gehen. Wir freuen uns, dass unser Verhandlungspartner dies mit Zugestndnissen im Bereich des Manteltarifvertrages ermglicht hat. Da in den letzten Jahren nur geringe Produktivittsfortschritte im Tischlerhandwerk zu verzeichnen waren, werden die neuen Ecklhne allerdings auch zu notwendigen Erhhungen bei den Stundenverrechnungstzen und Preisen fr Tischlerleistungen fhren."
In Ostdeutschland arbeiten rund 32.000 Beschftigte in ber 6.000 Betrieben im Tischlerhandwerk, davon ca. 4.500 Beschftigte in Berlin. Das Tischlerhandwerk zhlt bundesweit mit ber 200.000 Beschftigten zum viertwichtigsten Handwerksbereich und erwirtschaftet ca. 22 Mrd. Euro. Der Anteil der Beschftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung ist mit 68 Prozent deutlich hher als in der Gesamtwirtschaft (60 Prozent).



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