(10.05.2016) Kraftvolle Warnstreiks in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie: Rund 38.600 Beschftigte aus 150 Betrieben in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein haben sich heute an dem Kstenaktionstag der IG Metall beteiligt.

"Das ist unsere letzte Warnung an die Arbeitgeber: Wir erwarten in dieser Woche eine Lsung in den Verhandlungen, sonst werden wir nach Pfingsten noch eine Schippe drauf legen", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Kste, auf der Kundgebung vor 4.000 Metallern in Hamburg. "Die Vorbereitungen fr die 24-Stunden-Warnstreiks in der nchsten Woche gehen weiter", so der Gewerkschafter. "Den Arbeitgebern muss klar sein: Besser wir erreichen jetzt einen Kompromiss als nach einer harten Auseinandersetzung."

Zu Demonstrationen und Kundgebungen versammelten sich am Vormittag tausende Metaller in Bremen, Bremerhaven, Hamburg, Rastede, Papenburg, Nordenham, Rostock, Flensburg, Kiel, Lbeck und Itzehoe. Weitere Aktionen von einzelnen Betrieben gab es in Audorf in Schleswig-Holstein, Emden und Sdbrookmerland in Nordwestniedersachsen sowie Ludwigslust und Toddin in Mecklenburg-Vorpommern.

Seit Beginn der Friedenspflicht beteiligten sich im Bezirk Kste insgesamt mehr als 57.000 Beschftigte an den Warnstreiks. In den Tarifverhandlungen fr die 140.000 Beschftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall Kste fnf Prozent mehr Geld fr ein Jahr.

Hamburg
An den Warnstreiks in Hamburg beteiligten sich 19.900 Beschftigte aus mehr als 40 Betrieben. Zur Kundgebung auf dem Spielbudenplatz versammelten sich mehr als 4.000 Metaller. In drei Demonstrationszgen waren sie vom Rathausmarkt, vom Platz der Republik in Altona und von Blohm + Voss durch den Alten Elbtunnel dorthin marschiert.

Bremen
In Bremen waren 5.390 Beschftigte aus 18 Betrieben dem Aufruf der IG Metall gefolgt. Zur zentralen Kundgebung auf der Kreuzung Osterdeich / Ecke Hastedter Brckenstrasse / Ecke Georg-Bitte-Strae kamen 3.500 Metaller, darunter auch einige Hundert aus Betrieben in der Wesermarsch. Sie zogen in drei Demonstrationszgen durch die Stadt. In Bremerhaven beteiligten sich weitere 800 Beschftigte aus sieben Betrieben an Warnstreiks. Zu einer Demonstration und Kundgebung am Fischereihafen versammelten sich 600 Metaller.

Nordwestniedersachsen
In Nordwestniedersachsen protestierten insgesamt 4.800 Beschftigte aus mehr als 30 Betrieben gegen die bisherigen Angebote der Arbeitgeber. Zentrale Kundgebungen der jeweiligen IG Metall-Geschftsstellen gab es in Rastede (800 Teilnehmer), Papenburg (1.550 Teilnehmer) und Nordenham (800 Teilnehmer). Zu Kundgebungen vor den Werkstoren versammelten sich auerdem Beschftigte von ThyssenKrupp Marine Systems in Emden, Emder Werft und Dock GmbH, MWA Emden GmbH sowie Linde und Wiemann Montagetechnik in Sdbrookmerland.

Mecklenburg-Vorpommern
In Mecklenburg-Vorpommern beteiligten sich 1.420 Beschftigte aus zwlf Betrieben an Aktionen. Eine zentrale Kundgebung mit 1.200 Teilnehmern gab es vor dem Haupttor der Neptun Werft in Rostock. Zu Kundgebungen vor den Betrieben waren auerdem die Beschftigten von GE Grid Mewandler GmbH in Ludwigslust sowie von Schmitz Cargobull Mecklenburg in Toddin aufgerufen.

Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein waren 6.300 Beschftigte aus 45 Betrieben im Warnstreik. Die mit 1.500 Teilnehmern grte Kundgebung gab es vor dem Haupttor von ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel, an der sich Beschftigte aus 16 Betrieben aus Kiel und Neumnster beteiligten. Zur zentralen Kundgebung in Flensburg kamen 1.100 Metaller, in Lbeck versammelten sich 650 Teilnehmer und in Itzehoe 500. Zu einem Streikfrhstck kamen zudem Beschftige der Lrssen Krger Werft und Mecalac in Audorf zusammen.



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