Starke Warnstreiks

metallzeitung Kste Nr. 3/2015

(05.03.2015) Der Druck aus den Betrieben zeigte im Februar an der Kste erste Wirkung: In der dritten Runde waren erstmals konstruktive Verhandlungen zur Bildungsteilzeit mglich. Ob eine Lsung zu allen drei Forderungen mglich ist, war bei Redaktionsschluss Mitte Februar allerdings offen.

Nach der ersten Welle der Warnstreiks, an denen sich im Norden 40 000 Metaller aus 150 Betrieben beteiligten, gab es Bewegung bei den Arbeitgebern. In der dritten Verhandlung war es vorbei mit ihrer Blockadehaltung bei der Weiterbildung. In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe wollten IG Metall Kste und Nordmetall bis zur vierten Verhandlung am 26. Februar (nach Redaktionsschluss) ber die Bildungsteilzeit beraten.

Weiterer Druck ntig. IG Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken: Die Verhandlungen zeigen: Nordmetall kommt nur mit Druck vom Fleck. Beim Kstenaktionstag am 19. Februar wollten die Metaller im Norden nachlegen und in vielen Stdten noch einmal fr 5,5 Prozent, Alters- und Bildungsteilzeit auf die Strae gehen. Die dritte Verhandlungsrunde war begleitet von einem ganztgigen Warnstreik, an dem sich in der Region Hamburg ber 16 000 Beschftigte aus 40 Unternehmen beteiligten. In einem Sternmarsch zogen 5000 Metaller zu der zentralen Kundgebung auf dem Spielbudenplatz.

Aktionen in der Nacht. Los ging es mit den Warnstreiks gleich nach Ende der Friedenspflicht: In der Nacht zum 29. Januar legten die Nachtschichten in elf Betrieben die Arbeit nieder. Ein Schwerpunkt mit Kundgebungen vor zwlf Betrieben, teilweise mit mehr als tausend Teilnehmern wie bei Airbus und Daimler in Bremen, war der Freitag in der ersten Februar-Woche. Allein an dem Tag waren 16 500 Beschftigte aus 80 Betrieben im Warnstreik.

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