Mehr als 220 Teilnehmer bei Konferenz in Emden

IG Metall Kste drngt auf Wandel der Autoindustrie

(30.08.2017) "Die Automobilindustrie muss auch in Zukunft eine Leitbranche sein", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Kste, vor mehr als 220 Teilnehmern auf der ersten Automobilkonferenz des Bezirks in der Nordseehalle Emden.

Die IG Metall Kste drngt darauf, beim Wandel der Autoindustrie die Interessen der Beschftigten und Standorte im Blick zu behalten. "Die Automobilindustrie muss auch in Zukunft eine Leitbranche sein. Umwelt- und Klimaziele sehen wir dabei als Treiber fr Innovationen und Investitionen", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Kste, vor mehr als 220 Teilnehmern auf der ersten Automobilkonferenz des Bezirks in der Nordseehalle Emden. "Wichtige Entscheidungen der Konzerne Daimler und VW fr die Werke in Bremen, Emden und Hamburg machen deutlich, dass auch wir an der Kste die Autos der Zukunft bauen und sich so Beschftigung an den norddeutschen Standorten sichern lsst."

Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jrg Hofmann, erklrte: "Fr die IG Metall, die Beschftigten und ihre Familien ist die aktuelle Debatte darber, wie Mobilitt knftig gestaltet wird, alles andere als abstrakt. Denn sie sind sehr konkret als Autobauer und als Autofahrer betroffen - und als Brger, die in einer gesunden Umwelt leben wollen. Die Automobilindustrie als wichtige Schlsselindustrie in unserem Land muss sich jetzt ganz schnell neu erfinden. Nur wenn sie die Zeichen der Zeit erkennt und bei umweltfreundlichen Technologien und Mobilittskonzepten die Nase vorn hat, kann sie weltweit die Nummer 1 bleiben. Ein Erfolgsmodell wird der Umbau der Autobranche allerdings nur, wenn sie dabei auch massiv in die Qualifizierung der Beschftigten investiert. Die Politik muss den Prozess untersttzen, indem sie zum Beispiel realistische, aber ambitionierte Grenzwerte fr Schadstoffaussto festlegt, die Ladeinfrastruktur fr Elektrofahrzeuge frdert und neue, moderne Verkehrskonzepte in Ballungsrumen finanziell untersttzt."

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies sagte auf der Konferenz: "Die Automobilindustrie ist der grte Arbeitgeber in Niedersachsen und sorgt fr Wohlstand an den Standorten der Automobilproduktion und Automobilzulieferern. Auch mit dem Wandel vom klassischen Verbrenner zu Elektro- und Hybridfahrzeugen mssen wir die Wertschpfungskette in Niedersachsen und Deutschland abbilden knnen, um Arbeitspltze zu sichern und den Wirtschaftsstandort zu erhalten." Eine Kernkompetenz der Elektromobilitt sieht er in der Entwicklung und im Bau von Batteriezellen, in der knftig ca. 50 Prozent der Wertschpfung eines Pkw oder anderen Fahrzeugs liegen werden. "Wir brauchen Batteriezellenfertigungen auch in Deutschland, um Produktionsengpsse zu vermeiden und auch um zukunftsfhige Fahrzeugentwicklungen zu gewhrleisten", erklrte Lies.

Die IG Metall sieht eine enge Verbindung von Fragen der Mobilitt mit der Energiewende und der Digitalisierung. "Die Autos der Zukunft fahren mit sauberem Strom, den wir mit Windkraft an der Kste produzieren. Dafr brauchen wir ehrgeizigere Ausbauziele fr die erneuerbaren Energien", so Bezirksleiter Geiken. "Die Digitalisierung hilft etwa bei der Entwicklung der Speichertechnologie und Ladeinfrastruktur. Dabei darf es jedoch nicht nur um technische Ideen gehen, sondern auch darum, wie wir Beschftigung halten und die Menschen fr neue Aufgaben qualifizieren."

Bilder von der Automobilkonferenz auf Facebook:
https://www.facebook.com/IGMetallKueste

:: Automobilkonferenz IG Metall Kste: Jrg Hofmann, Meinhard Geiken, Olaf Lies (v.l.n.r) (JPEG | 2073 KiB)

:: Automobilkonferenz IG Metall Kste: Meinhard Geiken, Bezirksleiter IG Metall Kste (JPEG | 2445 KB)

:: Automobilkonferenz IG Metall Kste: Jrg Hofmann, Erster Vorsitzender IG Metall (JPEG | 2999 KB)

:: Automobilkonferenz IG Metall Kste: Olaf Lies, Wirtschaftsminister Niedersachsen (JPEG | 2154 KB)

:: Automobilkonferenz IG Metall Kste: Szene mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern (JPEG | 6299 KB)



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Heiko Messerschmidt
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