Geiken: Arbeitgeber wollen Acht-Stunden-Tag schleifen

Rund 1.500 Metaller bei Tarifauftakt in Hamburg

(15.11.2017) Kraftvoller Auftakt der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie: Rund 1.500 Metaller aus den fnf norddeutschen Bundeslndern sind heute in Hamburg fr mehr Geld und mehr Zeit auf die Strae gegangen. Sie zogen vom Fischmarkt an den Landungsbrcken vorbei in die Speicherstadt zum ehemaligen Hauptzollamt, wo sich die Vertreter von IG Metall Kste und dem Arbeitgeberverband Nordmetall zur ersten Verhandlung trafen.

"Jeden Tag kommen neue Rekordmeldungen aus der Wirtschaft. Unsere Forderung nach sechs Prozent mehr Geld drfte die Arbeitgeber deshalb nicht schrecken", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Kste auf der Kundgebung. Die Gewerkschaft fordert auerdem einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der wchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden. Arbeitszeiten mssen zum Leben passen. Die Beschftigten erwarten auch Flexibilitt, wenn es um ihre Belange geht", so Bezirksleiter Geiken. "Die Menschen mssen sich krzere Arbeitszeiten allerdings auch leisten knnen. Wer in Schicht arbeitet, Kinder betreut oder Angehrige pflegt, soll deshalb einen Zuschuss bekommen."

In den zweistndigen Verhandlungen stellten die Vertreter der IG Metall ihre Forderungen den Arbeitgebern vor. Als Themen brachten die Gewerkschafter auch Regelungen zum Personalausgleich und fr Umkleidezeiten, die bezahlte Freistellung der Auszubildenden und Dual-Studierenden jeweils am Tag vor den Prfungen, die Angleichung der Schichtzuschlge und eine Verhandlungsverpflichtung fr einen Prozess zur Angleichung der Tarifvertrge im Osten in die Verhandlungen ein.

Im Anschluss erklrte IG Metall-Bezirksleiter Geiken: "Unsere Forderungen haben die Arbeitgeber zurckgewiesen und absurde Gegenforderungen gestellt. Sie wollen die Befristungen ausweiten und den Acht-Stunden-Tag schleifen. Die Beschftigten sollen ohne Zuschlge lnger arbeiten." Geiken forderte die Arbeitgeber auf, sich jetzt mit den Forderungen und Themen der Beschftigten auseinanderzusetzen. "Mit Provokationen kommen wir nicht weiter."

Die Verhandlungen werden am 8. Dezember in Lbeck fortgesetzt. Die IG Metall Kste vertritt die Interessen der 140.000 Beschftigten der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein.



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Heiko Messerschmidt
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