Geiken: "Wir wollen das Know-how in Deutschland halten"

IG Metall Kste fordert Strkung des Marineschiffbaus von der Bundesregierung

(14.03.2018) Die IG Metall Kste hat die Bundesregierung aufgefordert, den Marineschiffbau in Deutschland zu strken und den berwasserschiffbau wie im Koalitionsvertrag angekndigt als Schlsselindustrie einzustufen. "Uns geht es um die gesamte Wertschpfungskette: Konstruktion, Produktion, Zulieferer sowie Service und Wartung", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Kste, nach einem Treffen mit Betriebsrten von Werften zu Zulieferern. "Wir wollen das ber die militrische Nutzung hinaus wichtige Know-how und damit die Arbeitspltze und Betriebe im Marineschiffbau in Deutschland halten. Die Einstufung als Schlsseltechnologie schafft die Voraussetzung, das bei der Vergabe von Auftrgen fr die Bundesmarine zu bercksichtigen."

Von Beginn an hat die IG Metall Kste die europische Ausschreibung des Mehrzweckkampfschiffes 180 (MKS 180) kritisiert. "Diese fhrt zu einem massiven Verdrngungswettbewerb, der hunderte Arbeitspltze bei Werften und Zulieferern in Norddeutschland gefhrdet", so IG Metall-Bezirksleiter Geiken. "Von der Bundesregierung wollen wir wissen, welche strategische Perspektive sie fr den deutschen Marineschiffbau in Europa sieht. Nach unserer Auffassung muss Deutschland als relevanter und aktiv gestaltender Akteur agieren und darf nicht zum Juniorpartner werden."

Die im Marineschiffbau ttigen Unternehmen forderte Geiken auf, strker zu kooperieren. "Auch wenn sie im Wettbewerb zueinander stehen, sollte ihnen bewusst sein, dass jeder allein, viel zu klein ist, um die anstehenden Marineauftrge umzusetzen", sagte der Gewerkschafter. Auerdem drfe es keine Angebote auf Kosten der Belegschaften geben. "Tarifbindung und Mitbestimmung mssen Grundlage fr das unternehmerische Handeln sein."

Am Marineschiffbau in Deutschland hngen ber 10.000 Arbeitspltze, davon etwa 6.000 auf den Werften in Norddeutschland.



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