Schleswig-Holstein muss gemeinsam um die Arbeitspltze kmpfen

Gewerkschaften solidarisieren sich mit Senvion-Beschftigten

(28.03.2017) Der DGB Nord hat ein Solidarittsschreiben an den Senvion-Betriebsrat geschickt. Darin wird ein nachhaltiges Konzept der Unternehmensleitung gefordert - Abbau von Arbeitspltzen sei das "vllig falsche Signal". Das Schreiben im Wortlaut.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord) lehnt Massenentlassungen beim Windkraftanlagenhersteller Senvion und die Schlieung von nahezu allen Produktionsstandorten in Deutschland ab. Dies wre "ein Armutszeugnis fr das Management des Unternehmens. Ntig ist ein nachhaltiges Konzept der Unternehmensleitung mit Produkten, die auf dem Markt Erfolg haben", sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord: "Unabhngig vom Wahlkampf in Schleswig-Holstein erwarten wir, dass nun Parteien und Landesregierung gemeinsam fr den Standort eintreten." Stellenstreichungen und Standortschlieungen seien das vllig falsche Signal in einer Zeit, in der weltweit innovative Energietechnik auf dem Vormarsch sei und Norddeutschland zum industriellen Vorreiter dieser Energiewende werden knne.

Polkaehn erklrte in einem Solidarittsschreiben an den Betriebsrat des Unternehmens:

"Die Gewerkschaften des Nordens stehen an Eurer Seite, in Husum und allen Betriebssttten des Senvion-Konzerns. Wir untersttzen Euren Kampf um die Arbeitspltze und den Erhalt der Standorte.

Stellenstreichungen und Standortschlieungen seien das vllig falsche Signal in einer Zeit, in der weltweit innovative Energietechnik auf dem Vormarsch sei und Norddeutschland zum industriellen Vorreiter dieser Energiewende werden kann. Der Senvion-Konzern steht insgesamt wirtschaftlich gut da. Aber Finanzinvestoren haben nie zuerst die Arbeitspltze im Blick, sie trumen lieber von immer hheren Renditen.

Die Wirtschaft soll aber fr den Menschen da sein, nicht umgekehrt. Zur sozialen Marktwirtschaft gehrt auch die Verantwortung der Kapitalseite fr die Beschftigten. Deshalb muss ein Kahlschlag verhindert werden, der die ganze Region hart treffen wrde. Hier geht es um die Existenz von Menschen und Familien, die sich auf die Zusagen ihres Arbeitgebers verlassen haben und ihre Zukunft in Husum und Umgebung gestalten wollen, aber ganz gewiss nicht im Jobcenter der Arbeitsagentur.

Massenentlassungen und die Schlieung von nahezu allen Produktionsstandorten in Deutschland wren ein Armutszeugnis fr das Management des Unternehmens. Ntig ist ein nachhaltiges Konzept der Unternehmensleitung mit Produkten, die auf dem Markt Erfolg haben. Unabhngig vom Wahlkampf in Schleswig-Holstein erwarten wir, dass nun Parteien und Landesregierung gemeinsam fr den Standort eintreten.

Der DGB Nord ist solidarisch mit dem Kampf der Beschftigten und mit dem Einsatz der IG Metall, die jetzt die Betriebsrte in den anstehenden Verhandlungen und im Kampf um die Arbeitspltze und Standorte untersttzen wird.

Wer kmpft, kann verlieren. Wer nicht kmpft, der hat schon verloren!

Zum Thema auf igmetall-kueste.de:
Senvion: IG Metall sieht Alternativen zum geplanten Kahlschlag
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