Geiken: Nur am Verhandlungstisch kommen wir nicht weiter

IG Metall Kste kndigt massive Warnstreiks ab nchster Woche an

(03.01.2018) In der Tarifrunde fr die 140.000 Beschftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie startet die IG Metall Kste in der nchsten Woche mit Warnstreiks. "Nur am Verhandlungstisch kommen wir nicht weiter. Die Arbeitgeber brauchen den Druck aus den Betrieben", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Kste. In einer ersten Welle will die Gewerkschaft bis zur dritten Verhandlung am 18.1. in Bremen tausende Metaller und Metallerinnen aus mehr als 140 Betrieben zu mehrstndigen Arbeitsniederlegungen aufrufen.

Nach dem Start in einzelnen Unternehmen Anfang der nchsten Woche sind ab Mittwoch grere Kundgebungen vor Betrieben in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein geplant. An den Arbeitsniederlegungen werden sich auch die Nachtschichten in zahlreichen Firmen beteiligen. Zur dritten Verhandlung in Bremen am 18.1. wird es in den dortigen Unternehmen Warnstreiks, zwei Demonstrationszge und eine Grokundgebung vor dem Verhandlungslokal geben.

"Bis Ende Januar wollen wir von den Arbeitgebern wissen, woran wir sind", erklrte IG Metall-Bezirksleiter Geiken. "Sollte es in der dritten Verhandlung keine Bewegung geben, werden wir bei den Warnstreiks nochmal kurzfristig nachlegen, aber dann auch schnell ber 24-Stunden-Warnstreiks entscheiden."

Neben sechs Prozent mehr Geld fr zwlf Monate fordert die IG Metall einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der wchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden. Wer in Schicht oder anderen belastenden Ttigkeiten arbeitet, Kinder betreut oder Angehrige pflegt, soll zudem einen Zuschuss bekommen, um sich die krzeren Arbeitszeiten leisten zu knnen.

Weitere Themen der Verhandlungen sind eine bezahlte Freistellung vor Prfungen fr Auszubildende und Dual-Studierende, Regelungen zum Personalausgleich und fr Umkleidezeiten, die Angleichung der Schichtzuschlge und eine Verhandlungsverpflichtung fr einen Prozess zur Angleichung der Tarifvertrge im Osten.



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