Junge Aktive

Von der Idee zum Projekt

(08.08.2016) Zur Nachwuchsfrderung bietet die IG Metall im Bezirk seit 2012 die Ausbildungsreihe "Junge Aktive" an. ber 80 engagierte MetallerInnen haben bereits daran teilgenommen.

"Im Seminar bekomme ich Handwerkszeuge vermittelt, um Ideen im Betrieb praktisch umsetzen zu knnen": Sebastian Zge, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Airbus Hamburg.

Die Wahl der Vertrauensleute stand an. Wie immer gab es KandidatInnen, aber wie immer war auch die Unsicherheit gro: Was bedeutet es, Vertrauensfrau oder -mann der IG Metall Kste zu sein? Welche Aufgaben sind damit verbunden, welche Rechte habe ich? Die Stimmung im Betrieb brachte Sebastian Zge auf die Idee: Es msste ein Einfhrungsseminar fr Vertrauensleute geben, dachte er. Noch unterhalb des Grundlagenseminars, einfach ein paar Stunden, in denen die neuen Vertrauensleute in groben Zgen in ihre Arbeit eingefhrt werden.

Die Idee wurde zum Projekt und schlielich zum Seminar. Inzwischen, rund ein Jahr spter, knnen Vertrauensleute bei Airbus in Hamburg-Finkenwerder den
Workshop besuchen.

Die Umsetzung hat so reibungslos geklappt, weil Sebastian dabei professionell begleitet wurde. Er ist ein "Junger Aktiver". Voriges Jahr hat er die Ausbildungsreihe der IG Metall Kste durchlaufen, in der engagierte junge Beschftigte gecoacht und auf Spitzenfunktionen in der Gewerkschaft vorbereitet werden. "Ich wrde das jederzeit weiterempfehlen", sagt Sebastian.

Seit 2012 bietet die IG Metall im Bezirk die Ausbildungsreihe an. Sie soll zum einen junge Metallerinnen und Metaller an die Gewerkschaft binden. Vor allem aber soll der gewerkschaftliche Nachwuchs gefrdert werden. Und es entsteht ein Netzwerk, weil junge Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus verschiedenen Geschftsstellen regelmig zusammenkommen.

Junge Beschftigte aus ber 30 Betrieben haben bisher an der Nachwuchsfrderung teilgenommen. Sie bewerben sich darum nicht selbst, so wie es bei den anderen Bildungsangeboten im Bezirk ist. Sie werden von der Geschftsfhrung ihrer Geschftsstelle gezielt dafr angesprochen. Es sind durchweg aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter im Alter von etwa 35 Jahren, die sich schon lnger engagieren und ihre persnliche Zukunft aktiv in der IG Metall sehen. "Sie bekommen das Handwerkszeug vermittelt, um in ihrem Betrieb wichtige Aufgaben der IG Metall bernehmen zu knnen", sagt Tarifsekretrin Stephanie Schmoliner.

Die Ausbildung "Junge Aktive" gliedert sich in vier Module. In denen bekommen die
TeilnehmerInnen Grundfertigkeiten zum Beispiel in Moderation und Prsentation, ffentlichkeitsarbeit, Tarifpolitik und Projektmanagement vermittelt. Im Mittelpunkt ihrer Ausbildung aber steht meist ihr Projekt: Alle setzen sich ein Ziel fr ihre gewerkschaftliche Arbeit, das sie im Laufe des Jahres in ihrem Unternehmen erreichen und fr das sie sich coachen lassen wollen. In der Ausbildung von Sebastian Zge etwa haben weitere Gruppen daran gearbeitet, die Vertrauenskrperleitung sichtbarer zu machen, die Metallerinnen und Metaller im Unternehmen zu vernetzen und die Vertrauensleutearbeit insgesamt zu verbessern.

Und Sebastian hat zusammen mit weiteren KollegInnen das Einstiegsseminar fr Vertrauensleute entwickelt. Zunchst hat die kleine Arbeitsgruppe ihr Ziel definiert, dann den Rahmen fr ein solches Seminar abgesteckt: Wie lang soll es sein? Welche Rume stehen dafr zur Verfgung? Es wurden die Inhalte diskutiert, die den Teilnehmenden als Input referiert werden sollten, und Ideen fr eine Gruppenarbeit entwickelt. Immer wieder hat die Gruppe den Stand ihres
Projektes auf dem Junge-Aktiven-Seminar vorgestellt und diskutiert. "Einen Projektplan mit Risikoanalyse hatte ich zum Beispiel vorher noch nie erstellt jetzt wei ich, wie ich dabei vorgehe", erzhlt Sebastian. "Das Seminar hat mit sehr dabei geholfen, die Idee praktisch umzusetzen."



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