Gewerkschaften: Landesregierung in Schleswig-Holstein muss gegensteuern

Genehmigungsstau gefhrdet Arbeitspltze und Investitionen in der Windindustrie

(04.10.2017) IG Metall Kste und DGB Nord warnen vor einem dramatischen Einbruch beim Ausbau der Windenergie in Schleswig-Holstein sowie den Folgen fr Beschftigung und Klimaschutz. "Nach den heute vom Bundesverband Windenergie (BWE) in Kiel vorgestellten Zahlen gibt es einen erheblichen Genehmigungsstau fr Windenergieanlagen an Land", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Kste. "Wenn die Landesregierung nicht schnell gegensteuert, Ausnahmegenehmigungen erteilt und die Landesplanung voranbringt, fehlt es an wichtigen Investitionen. Nach der Schlieung des Senvion-Werkes in Husum sind weitere Arbeitspltze in Gefahr, und auch die Klimaschutzziele lassen sich so nicht erreichen."

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, wirft der Landesregierung Widersprchlichkeit zu Lasten von Klimaschutz und Beschftigten vor: "Eine aktive Mittelstandsfrderung und Industriepolitik vertrgt keine Verschlechterung der Bedingungen fr die Windenergie zum Beispiel durch die Verschleppung der Regionalplanung. Der ohnehin gebeutelten Windbranche wird so das Leben noch schwerer gemacht. Die Leidtragenden sind die Beschftigten. Wer Arbeitspltze erhalten und den Mittelstand strken will, braucht Aufbruchsstimmung in der Windbranche, keine Blockaden."

Angesichts der sich zuspitzenden Lage in der Windindustrie fordern die Gewerkschaften gemeinsame Anstrengungen mit Unternehmen und Politik, um die Beschftigten und damit das Know-how in den Betrieben zu halten. "Von den Unternehmen darf es jetzt keinen Kahlschlag mit Blick auf die Rendite geben. Und die Landesregierung muss zeigen, wie sie die angestrebte Verbindung von konomie und kologie erreichen will, ohne dabei die soziale Verantwortung gegenber den Beschftigten zu vergessen", so IG Metall-Bezirksleiter Geiken.



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