Mehr als 400 Beschftigte protestieren in Hamburg

Senvion: IG Metall sieht Alternativen zum geplanten Kahlschlag

(27.03.2017) Mehr als 400 Beschftigte des Windkraftanlagenherstellers Senvion haben heute in Hamburg gegen die geplanten Standortschlieungen in Bremerhaven, Husum und Trampe sowie die angekndigten Entlassungen von 730 Beschftigten protestiert. Bei einem Runden Tisch mit Betriebsrten, Wirtschaftsministern und Brgermeistern ging es im Anschluss an die Kundgebung vor dem Gewerkschaftshaus um Alternativen zu den Planungen der Geschftsfhrung.

"Die Betriebsrte haben viele gute Ideen, wie sich das Unternehmen fr die Zukunft besser aufstellen kann. Dafr mssen keine Standorte geschlossen und nicht hunderte Beschftigte entlassen werden, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter IG Metall Kste. Wir erwarten, dass die Geschftsfhrung in den anstehenden Verhandlungen auf die Vorschlge eingeht und den von ihr geplanten Kahlschlag nicht weiter als alternativlos darstellt."

Auf Unverstndnis stie, dass Senvion-Vorstand Jrgen M. Geiinger der Einladung der IG Metall zum Runden Tisch nicht gefolgt war. "Wir wollten ihn nicht auf die 'Anklagebank' setzen, wie von Seiten des Unternehmens kolportiert wird", erklrte Olivier Hbel, Bezirksleiter IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. "Es war ein sehr sachlicher und verantwortungsbewusster Dialog mit Betriebsrten, Wirtschaftsministern und Brgermeistern, den wir auch gern mit der Geschftsfhrung gefhrt htten."

Zukunft von Senvion: Runder Tisch und Kundgebung

IG Metall-Bezirksleiter Hbel forderte das Unternehmen auf, auf die Beschftigten und die Betriebsrte zuzugehen. "Sollte sich die Geschftsfhrung in den Verhandlungen nicht bewegen, wird sich der Konflikt verschrfen", so der Gewerkschafter.

Am Runden Tisch ging es auch um die Perspektiven der Windkraftindustrie in Deutschland. "Die Deckelung der Ausbauziele durch das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz wird die Situation in den nchsten Jahren verschrfen", sagte Bezirksleiter Geiken. "Um den Aufbau der Windkraftindustrie nicht zu gefhrden und die notwendigen Klimaschutzziele zu erreichen, brauchen wir ambitionierte Ziele. Auch darber htten wir gern mit Senvion in der Runde gesprochen."

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