Betriebsrte und IG Metall machen gemeinsam Druck

Wir sind Enercon. Arbeitspltze und Standorte erhalten.

(08.08.2018) Nach der Ankndigung von Standortschlieungen und Entlassungen von hunderten Beschftigten durch Enercon machen Betriebsrte und IG Metall gemeinsam Druck. Heute gab es in Aurich ein erstes Treffen mit mehr als 50 Betriebsrten aus zahlreichen Einzelunternehmen. Unsere gemeinsame Position ist klar: Wir sind berzeugt, dass es Alternativen zu dem angekndigten Kahlschlag gibt. Wir erwarten, dass die Enercon-Geschftsfhrung darber mit uns spricht. Alle Beschftigten in den betroffenen Unternehmen gehren zu Enercon. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen. Wir sind Enercon.

Wir fr Enercon: Betriebsrte und IG Metall machen gemeinsam Druck fr die Arbeitspltze und Standorte.

Positionierung der IG Metall-Betriebsrte in den Unternehmen der Enercon-Gruppe, der IG Metall Bezirksleitung Kste und der IG Metall Geschftsstellen Emden, Leer-Papenburg und Magdeburg

Kein Kahlschlag bei Enercon. Fr die Zukunft der Arbeitspltze und Standorte in der Windkraftbranche.

Erwartungen an das Unternehmen

Enercon muss die Warnungen von Branchenverbnden wie dem Bundesverband fr Windenergie (BWE), Politikern und der IG Metall ernst nehmen: Mit jedem Mitarbeiter und jedem Standort verliert das Unternehmen wichtiges Know-how und gefhrdet damit die eigene Zukunft.

Deshalb erwarten wir von der Geschftsfhrung, dass sie den Dialog mit der IG Metall, den Betriebsrten sowie der Politik auf Bundes- und Landebene sowie vor Ort sucht. Gemeinsam mssen Alternativen zu den angekndigten Entlassungen und Standortschlieungen wie zum Beispiel Kurzarbeit mit Qualifizierungen gefunden werden. Vor allem geht es darum, dass der Konzern selbst Verantwortung bernimmt: Es geht in der aktuellen Situation nicht um irgendwelche Zulieferer. Alle Beschftigten in den betroffenen Unternehmen gehren zu Enercon.

Wir setzen auf die von Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann angekndigten Gesprche mit allen Akteuren. Das Unternehmen darf nicht bereilt handeln und Tatsachen schaffen, bevor es ein solches Treffen in Hannover gegeben hat. IG Metall und Betriebsrte sind in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Bundes- und Landesregierungen in vielen Branchen und Unternehmen erfolgreich in der Krisenbewltigung gewesen. Sozial- und betriebspolitische Manahmen wie Kurzarbeit oder Weiterbeschftigung an anderen Standorten sind Alternativen zu einem solch drastischen Stellenabbau. Wir erwarten, dass das Unternehmen diese ernsthaft mit allen Akteuren auslotet, bevor ber Entlassungen, Transfergesellschaften und andere Manahmen gesprochen wird.

Die Mitarbeiter machen den Erfolg des Unternehmens aus. In ihrem Interesse kommt es gerade in schwierigen Zeiten wie jetzt auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der Geschftsfhrung mit den Betriebsrten und der IG Metall an.


Erwartungen an die Bundesregierung und die Landesregierungen

Die Bundesregierung muss das umsetzen, was sie im Koalitionsvertrag angekndigt hat: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier darf sich deshalb nicht lnger gegen die im Koalitionsvertrag angekndigten Sonderausschreibungen von vier Gigawatt fr Wind sowie den bisher nicht nher spezifizierten Offshore-Windenergiebeitrag sperren. Dadurch gefhrdet er weitere Investitionen, Standorte und Arbeitspltze in der Windenergiebranche.

Gemeinsam mit den Unternehmen und Branchenverbnden setzen wir auf einen weiteren Ausbau der Windenergie, ohne den das Ziel von 65 Prozent Erneuerbare Energie bis 2030 nicht erreichbar ist. Wir warten auf ein klares Signal aus Berlin, wie und wann die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages umgesetzt werden. Gemeinsam mit Unternehmen, Branchenverbnden und Landesregierungen werden wir dieses weiter einfordern.

Von der Bundesregierung, den Landesregierungen in Hannover und Magdeburg sowie der Politik vor Ort erwarten wir, dass sie sich fr den Erhalt mglichst vieler Arbeitspltze bei Enercon einsetzen. Ein Bedauern der Entlassungen allein reicht nicht.


Aurich, 8.8.18

:: Positionierung der IG Metall-Betriebsrte in den Unternehmen der Enercon-Gruppe, der IG Metall Bezirksleitung Kste und der IG Metall Geschftsstellen Emden, Leer-Papenburg und Magdeburg (PDF | 2583 KiB)



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