Betriebsrte fordern verlsslichen Ausbaupfad

IG Metall Netzwerk Windindustrie: Kohleausstieg erfordert Ausbau der erneuerbaren Energien

(13.02.2019) Nachdem sich die Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschftigung" auf ein Enddatum fr den Kohleausstieg sptestens im Jahr 2038 festgelegt hat, fordern Betriebsrte aus der Windindustrie und IG Metall den Ausbau der erneuerbaren Energien wieder strker in den Fokus zu nehmen. "Fr uns geht es um mehr als einen Ausstieg: Ein verlsslicher Ausstiegspfad aus der Kohle erfordert einen ebenso verlsslichen Ausbaupfad fr die erneuerbaren Energien", heit es in einer Resolution des IG Metall Netzwerks Windindustrie, ber die Betriebsrte und weitere Gewerkschafter am Mittwoch bei einer Tagung in Hamburg diskutiert haben.

"Wir haben in der Windbranche schon viel zu viele Arbeitspltze verloren - etwa bei Carbon Rotec, Enercon, Nordex und Senvion", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Kste. "Um einen weiteren Kahlschlag zu verhindern, brauchen wir einen ambitionierten Ausbau der erneuerbaren Energien sowie Unternehmen, die Verantwortung fr die Beschftigten bernehmen und sich mit uns gemeinsam fr die Branche stark machen."
"Von einem Reformstau bei der Energiewende" spricht Wolfgang Lemb, geschftsfhrendes Vorstandsmitglied der IG Metall. "Statt fr neuen Schwung beim Ausbau der Windenergie zu sorgen, stapeln sich die Probleme. Durch die Umstellung auf Ausschreibung verzgern sich Projekte. Auerdem fehlen neue Flchen fr Windrder und eine verlssliche mittelfristige Ausbauplanung in Bund und Lndern", so Gewerkschafter Lemb.
Um den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 65 Prozent am Bruttostromverbrauch auszubauen, fordern Betriebsrte und IG Metall verlssliche Mengengerste und Ausbaupfade mindestens bis 2030 festzulegen. Fr Wind an Land fordern sie die Ausschreibung von 5.000 Megawatt (MW) jhrlich und fr Wind Offshore einen Gesamtzubau von mindestens 20.000 MW bis 2030 und von 30.000 MW bis 2035. Fr Solar verlangen die Gewerkschafter eine Ausschreibung von mindestens 5.000 MW jhrlich (Verdoppelung) und einer Abschaffung des 52 Gigawatt-Solar-Frderdeckels im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

:: Resolution Netzwerk Wind Ausbau erneuerbare Energien (PDF | 48 KiB)



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