Auftakt der Proteste

3.000 Metaller beteiligen sich an nchtlichen Warnstreiks

(29.04.2016) Auftakt der Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie: Mehr als 3.000 Beschftigte aus 16 Betrieben legten bereits in der Nacht kurzzeitig die Arbeit nieder. Unmittelbar nach Ende der Friedenspflicht gab es Aktionen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Nchtlicher Warnstreik bei Still in Hamburg.

In Bremen beteiligten sich 1200 Beschftigte von Daimler und Lear an dem Warnstreik. In Niedersachsen beteiligten sich 100 Mitarbeiter von Premium Aerotec in Varel, 350 Beschftigte von Premium Aerotec, NSW und nkt cables in Nordenham sowie 250 Beschftigte von Airbus in Stade. In Hamburg gab es Nachtschichtaktionen bei Still, Mercedes, Hydro Aluminium und ArcelorMittal, die grte davon mit 300 Teilnehmern bei Mercedes. In Schleswig-Holstein waren insgesamt 600 Beschftigte zu nchtlichen Warnstreiks aufgerufen: bei Danfoss in Neumnster, Stryker in Schnkirchen, Krones in Flensburg sowie bei Flowerserve Sihi und Pano in Itzehoe.

Im Laufe des Tages folgen Warnstreiks von mehreren tausend Beschftigten aus insgesamt 50 Betrieben in Bremen, Hamburg, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein. Grere Kundgebungen sind am Vormittag unter anderem bei Airbus in Bremen und Hamburg, Jungheinrich in Norderstedt, Raytheon Anschtz in Kiel und Drger in Lbeck geplant.

Die dritte Tarifverhandlung fr die 140.000 Beschftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie am Donnerstag in Lbeck hatte keine Annhrung gebracht. Nachdem die Arbeitgeber in der vorherigen Runde 0,9 Prozent mehr Geld fr zwlf Monate angeboten hatten, wollen sie jetzt alternativ 2,1 Prozent fr 24 Monate in zwei Stufen als dauerhafte Erhhung geben. Dazu schlagen sie in der neuen Variante eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent fr ein Jahr vor. Die IG Metall Kste fordert 5 Prozent mehr Geld fr zwlf Monate.



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