Corona-Krise

Runder Tisch zur Zukunft des Kreuzfahrtschiffbaus in Niedersachsen

(11.05.2020) Die Auswirkungen der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschrnkungen zur Eindmmung des Corona-Virus treffen auch den Kreuzfahrtschiffbau in Niedersachsen hart. Deshalb hat Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann heute Vertreterinnen und Vertreter der Geschftsfhrung der Meyer Werft, des Betriebsrats, der IG Metall, der Politik (Land, Bund und Europa), des Verbands fr Schiffbau und Meerestechnik sowie der Landkreise Leer und Emsland zu einem Runden Tisch nach Hannover eingeladen.

Im Mittelpunkt der Gesprche standen die aktuelle Lage der Meyer Werft sowie die Zukunft des Kreuzfahrtschiffbaus in Papenburg. Die Beteiligten haben sich auf eine Fortsetzung der Gesprche in naher Zukunft verstndigt.

Wirtschaftsminister Althusmann: "Die Lage im Kreuzfahrtmarkt ist dramatisch. Dieses hat natrlich auch massive Auswirkungen auf die Meyer Werft. Die Meyer Werft befindet sich in einer sehr bedrohlichen Situation, wobei heute noch niemand die genauen Auswirkungen abschtzen kann. Das hat die Geschftsfhrung heute noch einmal sehr eindrcklich dargestellt. Es geht jetzt darum, gemeinsam daran mitzuwirken, der Meyer Werft in Papenburg eine tragfhige Zukunftsperspektive zu geben. Alle Beteiligten des Runden Tischs haben heute deutlich gemacht, dass sie die langfristige Sicherung des Standorts Papenburg untersttzen werden. Das begre ich sehr. Der Werftstandort in Papenburg ist fr die Region Emsland/ Ostfriesland und das gesamte Land Niedersachsen von herausragender Bedeutung. Auch wir werden die Meyer Werft auf ihrem Weg aus der Krise weiterhin intensiv begleiten und untersttzen."

Tim Meyer Geschftsfhrer Meyer Werft: "Die Auswirkungen der COVID Krise erschttert die Schiffbauindustrie weltweit extrem schwer. In unserem Markt liegen fast alle Kreuzfahrtschiffe in den Hfen auf. Die Reedereien kmpfen mit kompletten Umsatzausfllen und gleichzeitig hohen Kosten. Diese Krise wird harte Einschnitte von uns verlangen, um zum einen die aktuelle Situation zu berstehen und darber hinaus langfristig eine Perspektive in dem hart umkmpften Markt zu sichern."

Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Kste: "Die Corona-Krise mit ihren dramatischen Auswirkungen in vielen Industriebereichen darf die Zukunft des Schiffbaus in Deutschland nicht gefhrden. Mittelfristig sehen wir auch fr den Kreuzfahrtmarkt eine gute Perspektive. Gemeinsam mit Betriebsrat und IG Metall muss die Meyer Werft Lsungen finden, wie die Auftrge gestreckt und die Arbeitspltze gehalten werden. Wir erwarten ein Zukunftskonzept, das den Beschftigten in allen Unternehmen der Gruppe und allen Standorten eine Perspektive bietet."

Nico Bloem, Betriebsratsvorsitzender der Meyer Werft: "Die Stammbeschftigten mit ihren langjhrigen Erfahrungen stehen fr den Erfolg der Werft. Statt um Entlassungen muss es deshalb um Kurzarbeit mit Qualifizierungen und den Abbau von Fremdkapazitten (Leih- und Werkvertrge) gehen. So lsst sich eine Brcke in die Zukunft bauen, die die Arbeits- und Ausbildungspltze auf der Meyer Werft sichert."



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