Einigung ber Zuschlge bei Daimler in Bremen

Schichtarbeit der Zukunft in Bremen und an der Unterweser gesichert

(21.05.2019) Fr das Mercedes-Benz Werk in Bremen gilt knftig eine einheitliche Regelung der Schichtzuschlge. Das haben Vertreter der Nordmetall-Mitgliedsfirma und der IG Metall Ende der vergangenen Woche vereinbart. Die Neuregelung war notwendig geworden, nachdem das Landesarbeitsgericht Bremen die bisher geltenden Unterschiede in der Bezahlung fr regelmige und unregelmige Schichtarbeit als unzulssig eingestuft hat.

Dr. Peter Schlaffke, stellvertretender Hauptgeschftsfhrer von Nordmetall, sieht in der Einigung ein gelungenes Modell fr die besonderen Anforderungen von Daimler in Bremen: "Nordmetall wird nun mit den anderen Unternehmen im Tarifgebiet Unterweser, die Nachtarbeit leisten, prfen, ob die Parameter der Daimler-Vereinbarung auch zu ihren Anforderungen passen oder ob Modifizierungen ntig sind. Ziel ist es, die starke Position des Industriestandorts Bremen und Unterweser im Wettbewerb zu sichern und so die Akzeptanz des Flchentarifvertrags zu strken."

Nach dem neuen Modell wird 25% Schichtzuschlag pro Stunde fr Nachtarbeit in der Zeit zwischen 20.00 Uhr und 06.00 Uhr gezahlt. Zustzlich erhalten Beschftigte in der Dauernachtschicht elf freie Tage pro Jahr. Mitarbeiter in der Wechselschicht bekommen im Jahr zwei freie Tage zustzlich. Die Vereinbarung gilt rckwirkend ab dem 1. April 2019.

Meinhard Geiken, Bezirksleiter IG Metall Kste: "Die Regelung fr die Beschftigten im Mercedes-Benz-Werk in Bremen ist eine gute Grundlage, um jetzt von Nordmetall die Anpassungen in den Flchentarifvertrgen zu fordern. Diese sind nach dem Gerichtsurteil notwendig geworden. Durch die zustzlichen freien Tage bekommen die Beschftigten in Schicht- und Nachtarbeit fr die Gesundheit wichtige Entlastung."

Heino Niederhausen, Personalleiter des Bremer Mercedes-Benz Werks, begrt die Einigung: "Uns ist es mit dieser neuen Regelung gelungen, die Schichtarbeit der Zukunft zu gestalten. Arbeitnehmervertreter und Unternehmensleitung haben gemeinsam einen guten und tragfhigen Kompromiss fr die Beschftigten und den Standort getroffen. Durch das neue Entlastungsmodell haben wir zudem wichtige qualitative Verbesserungen vereinbaren knnen. Fr unsere mehr als 12.000 Mitarbeiter am Standort Bremen sind das hervorragende Nachrichten. Angesichts der guten Nachfrage und des Einstiegs in die Fertigung modernster Fahrzeugtypen mit alternativen Antrieben ist es fr uns wichtig, dass wir unsere Flexibilitt nun noch weiter ausbauen knnen, um auf wechselnde Produktionsanforderungen schnell und effektiv reagieren zu knnen."

Volker Stahmann, Geschftsfhrer IG Metall Bremen: "Das Ergebnis ist fr beide Seiten ein richtiger und wichtiger Schritt. Damit geht die IG Metall den Weg zur Entlastung der Kolleginnen und Kollegen konsequent weiter. Mit der Neuregelung werden die ber jahrzehntealten Tarifregelungen im Werk Bremen dem heutigen Standard arbeitsmedizinischer Erkenntnisse angepasst."



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