Belegschaften in zwölf Betrieben folgten dem Aufruf der IG Metall

Mehr als 2600 Beschäftigte beteiligen sich an nächtlichen Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

(02.03.2021) Auftakt der Warnstreiks im IG Metall Bezirk Küste: Mehr als 2600 Beschäftigte aus zwölf Betrieben in Bremen, Hamburg, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein haben sich in der Nacht zu Dienstag an bis zu zweistündigen Arbeitsniederlegungen im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie beteiligt.

Nachtschichtaktion bei Hydro Aluminium in Hamburg. (Foto: Normen Schulten)

"Mit Ende der Friedenspflicht sind viele Kolleginnen und Kollegen aus den Nacht-schichten vors Tor gezogen", sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. "Sie haben ein deutliches Zeichen für unsere Forderungen gesetzt. Gemeinsam wollen wir Einkommen stärken, Beschäftigung sichern und die Zukunft in den Betrieben gestalten."

Bei Daimler und dem Zulieferer Lear in Bremen beteiligten sich 2100 Beschäftigte an den nächtlichen Warnstreiks. Auch bei den Norddeutschen Seekabelwerken (NSW) in Nordenham und MWA in Emden gab es am frühen Morgen zum Ende der Nachtschicht erste Warnstreiks mit 70 Beschäftigten. In Hamburg folgten bei Airbus 80, bei Hydro Aluminium 65 sowie bei Gabelstaplerhersteller Still 100 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall. In Schleswig-Holstein kam es bei GKN Driveline in Kiel (40 Teilnehmer), Stryker Trauma in Schönkirchen (60 Teilnehmer), Alu Druckguss in Lübeck (76 Teilnehmer) sowie Flowserve SiHi und Pano in Itzehoe (26 Teilnehmer) zu kurzzeitigen Arbeitsniederlegungen.

Außerdem gab es im Rahmen der VW-Tarifrunde einen ersten Warnstreik im Werk Emden, an dem sich am frühen Morgen etwa 3500 Beschäftigte beteiligten. Auch bei den VW-Töchtern Sitech und VW Group Services in Emden kam es zu ersten Arbeitsniederlegungen mit insgesamt 710 Teilnehmern.

In der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall ein Volumen von vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate, das zur Sicherung von Beschäftigung und Einkommen eingesetzt werden soll. Neben betrieblichen Zukunftstarifverträgen soll auch über die Arbeitszeitangleichung in Ostdeutschland und die Einbeziehung von Dual Studieren-den in die Tarifverträge gesprochen werden.

Die IG Metall Küste verhandelt für etwa 140.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein.



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