Geplante bernahme des Service-Geschfts durch SiemensGamesa

Senvion: IG Metall Kste sieht in geplantem Teilverkauf ein ernchterndes Ergebnis

(16.09.2019) Nach Ansicht der IG Metall Kste ist das Ergebnis des Verkaufsprozesses beim insolventen Windanlagenhersteller Senvion ernchternd. "Die Ankndigung von Siemens Gamesa, einen Teil des Unternehmens zu bernehmen, gibt den Beschftigten nach Monaten des Wartens endlich etwas mehr Klarheit. Allerdings zeichnet sich mit dem geplanten Verkauf nur fr 500 der ehemals 1800 Beschftigten in Deutschland eine bernahme durch den neuen Investor ab", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Kste. "Wir sind froh ber jeden Beschftigten, der bernommen wird. Wir haben aber bis zuletzt gehofft, dass auch bei einer Zerschlagung mehr Beschftigte eine langfristige Perspektive bekommen."

Fr die etwa 900 der noch 1400 Beschftigten, die nach den derzeitigen Planungen der Insolvenzverwaltung in den nchsten Monaten ihren Arbeitsplatz verlieren werden, fordert die Gewerkschaft, Alternativen zur Arbeitslosigkeit zu schaffen. "Wir haben uns mit den Arbeitgebern auf die Einrichtung von Transfergesellschaften geeinigt, in denen die Beschftigten fr neue Aufgaben in anderen Unternehmen qualifiziert und dorthin vermittelt werden", erklrte IG Metall-Bezirksleiter Geiken. "Noch stehen diese allerdings unter Finanzierungsvorbehalt, der nach der Ankndigung von SiemensGamesa hoffentlich bald fallen kann." Da die Transfergesellschaften mit einer Mindestlaufzeit von vier Monaten bisher nur gering ausgestattet sind, will die Gewerkschaft mit den Landesregierungen ber eine mgliche Verlngerung sprechen. Dazu sind in Bremen, Hamburg und Kiel in dieser und der nchsten Woche Termine mit den Wirtschafts- und Arbeitsministern bzw. senatoren vereinbart.

Auerdem geht es um die Zukunft der 19 Auszubildenden in Bremerhaven. "Trotz der geplanten Schlieung des Standortes sind Investor und Insolvenzverwaltung gefordert, ihnen eine Perspektive zu bieten", so IG Metall-Bezirksleiter Geiken.



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